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Werbeplakat von 1907





Werbeplakat von 1924





Flasche von 1911





Flasche von 1916





Flasche von 1932





Flasche von 1954





Flasche von 1963





Flasche von 1993





Flasche von 2005


Odol

Produkt: Mundhygiene
Entstehungsjahr: 1893
Unternehmen: GlaxoSmithKline Consumer Healthcare GmbH & Co. KG, Bühl
www.odol.de


»Odol, absolut bestes Mundwasser der Welt« (1893)

Das deutsche Mundhygiene-Geschäft von GlaxoSmithKline Consumer Healthcare in Bühl gründet auf der Marke Odol – eine deutsche Marken-Ikone, die vor 112 Jahren in Dresden auf den Markt kam. Bis heute eine faszinierende Markenpersönlichkeit, genauso facettenreich wie ihr Erfinder Karl August Lingner: Ein Selfmademan und begabter Entrepreneur, der für seine Visionen auch die bedeutendsten Wissenschaftler seiner Zeit gewonnen hat. Die Erfindung von Odol als antiseptisch wirkendes Mundwasser fällt in die Zeit, als Robert Koch und Louis Pasteur die Bakterien als Krankheitserreger und Verursacher der Karies entdeckten. Mit einer wissenschaftlich begründeten Rezeptur entsprach Odol den Ansprüchen einer im Argen liegenden Zahngesundheit und hat damit in Deutschland die allgemeine Mundhygiene in Gang gebracht. Gleichzeitig hat Odol der aufkeimenden Markenartikel-Idee zum Durchbruch verholfen. Dazu gehörten schon seinerzeit neben dem einprägsamen Namen die Essentials unverwechselbar typisches Profil, Qualität und breite Verfügbarkeit.

Die Odol-Flasche zählt zu den bedeutendsten Design-Schöpfungen der Markenartikel-Industrie. Bis heute schafften es allenfalls Marken wie Coca-Cola, eine ähnlich starke Identität zwischen Verpackungsform und Inhalt herzustellen. Auf dem Weg dahin hat Odol auch Werbegeschichte geschrieben. Lingner bediente sich virtuos den Medien seiner Zeit und legte den Grundstein für moderne Werbeformen. Er musste ja für sein Mundwasser einen Markt schaffen – breite Bevölkerungsschichten für ein weitgehend unbekanntes Ritual wie Mundhygiene erschließen. Auch als Gesundheitsaufklärer hat Lingner mit unternehmerischem Weitblick das Feld für seine Marke bereitet, indem er Hygiene immer wieder thematisierte.

Mit der „1. Internationalen Hygiene-Ausstellung 1911“ in Dresden hat Lingner die bedeutendsten Wissenschaftler der Zeit verpflichtet und einen globalen Event mit der für damalige Zeiten phantastischen Besucherzahl von 5 Mio. Besuchern geschaffen. Lingner initiierte auch die erste Kariesstatistik in Deutschland, und als Mäzen setzte er sich u. a. für die Gründung von Kinderkliniken und Schulzahnkliniken ein. Man wird Odol andererseits nicht gerecht, ohne zumindest einen kurzen Blick auf seine kulturelle Dimension zu werfen. Er zeigt uns ein weiteres Mal die Allgegenwärtigkeit, die Präsenz dieser Marke. Maler, Bildhauer und Literaten haben sich mit dem „Geist aus der Flasche“ immer wieder auseinandergesetzt. Zu den prominentesten Werken zählt das „Odol-Bild“ des Amerikaners Stuart Davis von 1924, das man heute im „Museum of Modern Art“ in New York bewundern kann.

Aus dem vielschichtigen Profil, das diese Jahrhundertmarke kennzeichnet, schöpft Odol bis heute die Kraft und Dynamik, um sich noch im reifen Alter zur Dachmarke zu entwickeln. Mit den Zahncremes, Mundspül-Lösungen und Whitening-Treatments unter der Bezeichnung „Odol-med 3“ ist Odol heute in „alter Frische“ die bedeutendste Mundpflegemarke in Deutschland und wurde aktuell in einer groß angelegten, repräsentativen Studie von den Verbrauchern zum fünften Mal in Folge auch zur vertrauenswürdigsten Mundpflegemarke in Deutschland gewählt.

 


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