
Verpackung von 1959


Verpackung von 1961


Verpackung von 1983


Verpackung von 2001


Logos im Vergleich (1983 | 2005)

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Iglo
Produkt: Tiefkühlkost Entstehungsjahr: 1960 Unternehmen: iglo GmbH, Hamburg www.iglo.com
»Gut essen. Iglo essen« (1965)
Clarence Birdseye, ein amerikanischer Pelzhändler und Naturforscher entdeckte bei einer Expedition nach Kanada im Jahr 1912, dass die von den Bewohnern gefangenen frischen Fische aufgrund des eisigen Windes einfroren. Mit Erstaunen stellte er fest, dass sie nach dem Auftauen ebenso gut wie frische Fische schmeckten. Von dieser Erkenntnis getrieben entwickelte Birdseye 1924 eine Gefriermaschine, mit der er Lebensmittel maschinell einfrieren konnte. 1930 perfektionierte er den Prozess und brachte 1930 unter dem Markennamen Birds Eye die ersten schockgefrorenen Lebensmittel – Fisch, Fleisch, Früchte und Gemüse auf den Markt. 1934 stattete Birds Eye die ersten Lebensmittelgeschäfte mit Kühltruhen aus. 1938 eröffnete er eine Niederlassung in Großbritannien und 1939 erwirbt Unilever von dem Amerikaner die Lizenz für die von ihm erfundenen Plattenfroster für die meisten Länder Europas. Die deutsche Firma wird 1939 mit Werken in Wunstorf, Emden und sechzehn weiteren Produktionsstandorten gegründet und heißt zunächst Solo Feinfrost GmbH.
Auch während des zweiten Weltkrieges kann die Solo Feinfrost GmbH ihr Geschäft erheblich ausbauen. Indirekt profitiert Solo von der Produktionseinstellung von Langnese und kann die gemachten Langnese Erfahrungen, das Netz von Niederlassungen, Kühlhäusern und Fahrzeugen nutzen. Darüber hinaus wächst der Markt für tiefgekühlte Produkte – tiefgefrorenes Gemüse kommt jetzt auch aus den besetzten Gebieten in Frankreich, Italien und den Niederlanden.
Nach dem Krieg sind die Besatzungsmächte mit der Versorgung der vielen Menschen im zerstörten Deutschland überfordert. Die Solo Feinfrost GmbH kann helfen und gefriert in siebzehn Produktionsstätten immerhin 3.823 Tonnen Gemüse und Obst. Dazu kommen 39 Tonnen Trockengemüse und aus Wunstorf 600 Tonnen Marmelade aus gefrorenen und frischen Früchten. Bis Mitte der 50er Jahre verlangsamt sich das Wachstum: 1956 gibt es lediglich ca. 5.000 Tiefkühltruhen in Deutschland. Erst 1959 startet Solo Feinfrost einen Test mit Tiefkühlprodukten der britischen Schwesterfirma Birds Eye, der so vielversprechend verläuft, dass man das Wunstorfer Produktionswerk zu einem modernen Produktionswerk für Tiefkühlkost ausbaut.
1960 tauchte erstmals der Name „Iglo“ auf – bei der Einführung von tiefgekühlten Nahrungsmitteln wie Fischstäbchen und Spinat in den Niederlanden (Iglo ist der holländische Name für Iglu). Als dann schließlich die neuen Produkte in Deutschland eingeführt wurden (am 15. Mai 1961 läuft das erste Päckchen Spinat vom Band), entschloss man sich, den bereits in Holland akzeptierten Namen Iglo ebenfalls zu verwenden und gegenüber dem englischen Namen Birds Eye den Vorzug zu geben.
Aber die Erfolge bleiben mager. Der Handel will sich von Iglo - im Gegensatz zu Langnese – nicht direkt beliefern lassen. Erneut kann Langnese aufgrund seiner Erfahrung und seiner Vertriebsmannschaft helfen und so entscheidet Unilever schließlich 1962, die Marken Langnese und Iglo in der neu gegründeten Langnese-Iglo GmbH zu vereinen.
Alle von Unilever eingeführten neuen tiefgefrorenen Produkte wie z.B. Erbsen, Karotten, Himbeeren, Fischstäbchen und Fischstäbchen heißen ab 1963 nun „Iglo Feinfrost“. Vertrieben werden sie durch die Iglo GmbH, die die alte Solo Feinfrost GmbH ablöst.
Ein neues Markenzeichen für Iglo wird entwickelt: Schlüsselelement ist die Iglo-Gabel – das Sinnbild für Essen.
Der Erfolg stellt sich schnell ein – 1964 beliefert Langnese-Iglo bereits 130.000 Geschäfte des Lebensmittelhandels und rund 10.000 Tiefkühltruhen in Warenhäusern, Bäckereien, Gemüseläden und anderen Fachgeschäften. Schon bald ist eine Größe erreicht, die eine neue Ausrichtung des Außendienstes auf die verschiedenen Kundengruppen erfordert. So entstehen 1973 im Rahmen des größten Distributionssystems Europas die Verkaufsbereiche Lebensmittelhandel sowie Fachhandel und Gastronomie, die bis heute bestehen.
Nach vielen erfolgreichen Jahren geht 1982 der private Verbrauch an Tiefkühlkost zunächst zurück. Doch Iglos Pfannengemüse und die Fertiggerichte „Mein Leibgericht“ machen den Deutschen schnell wieder Appetit.
1985 eroberte Käpt`n Iglo Deutschland – seine Geburtsstunde feierte der Käpt`n jedoch bereits 1966 als die Werbeagentur Lintas den Namen „Captain Birds Eye“ entwickelte. Ein Kreativer blätterte in einem Superman Comic – „Superman – Supersailor – Captain Marvel – Captain Birds Eye“ und eine der bekanntesten Persönlichkeiten der internationalen Werbeszene war geboren. Millionen Kinder und Erwachsene lieben ihn und erleben seine Abenteuer live zu den Hauptwerbezeiten in den TV-Programmen.
Anfang der 90er Jahre verabschiedet sich Iglo zu Gunsten von neuen Spezialitäten aus dem Backofen von seinem Pizza-Angebot. Seit 1999 ist die Produktion von Iglo in zwei Werken konzentriert: Fischprodukte werden im ehemaligen „Nordsee“-Werk in Bremerhaven, „Frozen Fish International“, hergestellt und Gemüse, Fertiggerichte und Bistro-Snacks kommen in Reken frisch tiefgefroren in die Verpackungen.
Darunter sind seit September 2000 auch die „Vier Sterne“-Produkte, mit denen Iglo den Beweis antritt, dass Genuss und Convenience eine äußerst wohlschmeckende Verbindung eingehen können.
Im August 2004 ändert Iglo seinen gesamten Markenauftritt: die neue Iglo-Welt erscheint in einem modernen und warmen Design. Das bisherige 41 Jahre eingesetzte Markenzeichen mit der Iglo-Gabel wird durch ein Logo ersetzt, das insbesondere Natürlichkeit und Wärme symbolisiert.
Neue Ideen und innovatives Denken spiegeln sich nun auch im in dem neuen Look von Iglo wieder, frei nach dem Motto: Iglo tut Dinge, die einen Unterschied machen!
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