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Hanhart Stoppuhr beim großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring 1938







Deckblatt eines Hanhart-Katalogs von 1952







Rallyehandschuh mit eingenähter Stoppuhr aus den 50er Jahren







Hanhart Tachy Tele von 2005







Hanhart Primus von 2005





Hanhart

Produkt: Stoppuhren und Chronographen
Entstehungsjahr: 1882
Unternehmen: Adolf Hanhart GmbH & Co.KG, Gütenbach
www.hanhart.de


Die erste deutsche Stoppuhr

1882 wird der Uhrmacherbetrieb Hanhart in Diessenhofen (Schweiz) gegründet und 20 Jahre später in die deutsche Uhrenstadt Schwenningen verlegt. Hier, in der Hochburg der Uhrenherstellung, produziert Hanhart seine ersten Präzisionsuhren.

In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts waren Stoppuhren aus der Schweiz sehr teuer. Das störte vor allem Wilhelm Julius Hanhart, einen sportbegeisterten jungen Mann, den sein Vater Adolf 1920 als 18-jährigen in den Betrieb aufnimmt. Schließlich bringt Hanhart nach knapp vierjähriger Entwicklungszeit 1924 als erster eine preiswerte mechanische Stoppuhr auf den Markt. Eine Uhr, die in Deutschland sofort erfolgreich ist und die Basis für die Zukunft des Unternehmens bildet. 1926 wird die Palette um Taschen- und Armbanduhren erweitert, ausgeführt auf höchstem Niveau uhrmacherischen Handwerks. Der Erfolg bestätigt den Mut des Entrepreneurs, neue Wege zu gehen und Hanhart investiert in Entwicklung und Expansion.

Nach dem Tode seines Vaters Adolf im Jahr 1932 gibt Wilhelm Julius Hanhart das Einzelhandelsgeschäft auf und konzentriert sich mit seiner 30-köpfigen Mannschaft voll und ganz auf die Produktion der Uhren. Im Jahr 1934 wird in Gütenbach im Schwarzwald ein weiterer Betrieb installiert (bis heute Produktionsstätte der Hanhart-Uhren) und  neue, im Detail zunehmend aufwändigere Modelle der Stoppuhr und verschiedene Armbanduhren gehen in Produktion.

1938/1939 schließlich generiert Hanhart jene Armbandchronographen, die aufgrund ihrer Präzision, ihrer einfachen Bedienbarkeit, ihrer Genauigkeit und Verlässlichkeit nicht nur zu einem Hauptprodukt des Unternehmens werden, sondern sich zu wahren Legenden entwickeln sollten.

Das Unternehmen wächst schnell und man beschäftigt bereits 200 Mitarbeiter, als man 1939 acht verschiedene Stoppuhren-Modelle herstellt. Die innovativste Entwicklung ist der sogenannte „Superschnellschwinger“ oder auch „Schnellläufer“ genannt, der es erstmals ermöglicht, auch Hundertstelsekunden zu messen.

1939 wird außerdem die sogenannte Fliegeruhr für Berufspiloten hergestellt und rundet das Hanhart-Produktionsprogramm ab.

Während des Zweiten Weltkrieges kommt die Uhrenproduktion zum Erliegen und das Unternehmen wird dazu verpflichtet, Zeitzünder für Marine-Torpedos herzustellen.

Nach Kriegsende kommt es zum vollständigen Produktionsstopp und erst 1948 produziert man wieder Chronographen und Stoppuhren. In den 1950er Jahren wird Hanhart mit seinen hervorragenden Stoppuhren zum Marktführer. Eine Zeit ökonomischer Expansion und technischer Innovationen folgt: unter anderem werden etliche Europäische Air Forces mit Hanhart-Uhren ausgestattet.

Mit dem Beginn der 1960er Jahre konzentriert sich Hanhart zunehmend auf Stoppuhren und baut seine Marktposition in diesem Segment weiter aus. Das Hanhart-Produktionsprogramm elektronischer Stoppuhren wird in den 1970er, 1980er und 1990er Jahren ebenfalls erweitert.

1997 werden Verwaltung und Produktion in Gütenbach im Schwarzwald zusammengefasst.

In dieser Zeit, in der die urbane Ambiance geprägt ist von elektronischen Geräten wächst das Faible für klassisches Handwerk und 1998 besinnt sich Hanhart seiner eigenen Vergangenheit und fertigt seine legendären Chronographen nach den alten Plänen wieder an. Mittlerweile bilden die  Armbanduhren und Chronographen neben den Stoppuhren von Hanhart ein wichtiges zweites Standbein.

Klassiker wie der „Eindrücker-Chronograph“ oder die „Tachy Tele“ werden heute unter den Namen „Hanhart Primus“ und „Hanhart Tachy Tele“ originalgetreu wieder hergestellt und erfreuen sich hoher Beliebtheit unter Uhrenkennern.

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