
1903 (3D-Bild von Media Pool GmbH)

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Edison Goldguss Walzen
Produkt: Tonträger Entstehungsjahr: 1877 Unternehmen: Edison Gesellschaft m.b.H., Berlin N. www.78record.de
Phonographen und Walzen
Der Phonograph wurde 1877 von Thoma Alva Edison erfunden. Er war es, der die Aufzeichnung von Schall und dessen Wiedergabe praktisch ermöglichte. Als Aufnahmemedium diente anfangs Zinnfolie.
Sie wird auf eine Walze gespannt, die Walze dreht sich, durch den Trichter werden die Schallwellen eingefangen, die Membran setzt die Schwingung in eine Hin- und Herbewegung des Stichels um, der dann schließlich eine Spur in die Zinnfolie gräbt.
Dabei wird die Walze seitlich verschoben, so dass eine Spiralspur entsteht (wie ein Gewinde). Wird dann der Schneidstichel durch eine stumpfe Nadel ersetzt und diese wieder am Anfang der Aufzeichnungsspur gesetzt, wird beim Drehen der Walze der Schall wiedergegeben. Da hier eine "Berg- und Tal-Bahn" erzeugt wird, spricht man hier von Tiefenschrift.
Ein entscheidender Fortschritt war im Jahre 1903 die Möglichkeit, Walzen zu vervielfältigen. Bis zu diesem Zeitpunkt musste jede Walze einzeln aufgenommen werden, oder mechanisch vervielfältigt werden, was jedoch einen erheblichen Qualitätsverlust mit sich brachte.
Jetzt konnte die Walze elektrostatisch vergoldet werden, dadurch wurde sie elektrisch leitend und es konnte ein galvanoplastischer Abdruck in Form eines Hohlzylinders gewonnen werden. Dieser brauchte nur noch mit heißem Wachs ausgegossen werden. Nach dem Erkalten konnte die Wachswalze entnommen werden und war abspielbereit.
Es entstanden die Edison Goldguss-Walzen. Die Goldguss-Walzen werden mit einer Drehzahl von 120 U/min gespielt und haben eine Spieldauer von 2 Minuten.
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