Markenmuseum.de - Markenhistorie
     
 
 
 





Lambertz Lebkuchen-Dose







Lambertz Haus zur Sonne




Lambertz Truck















Dr. Hermann Bühlbecker, Alleininhaber der Lambertz-Gruppe














Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker



























































































Lambertz

Produkt: Süßwaren/Feine Backwaren
Entstehungsjahr: 1688
Unternehmen: Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz GmbH & Co.KG
www.lambertz.de

http://www.lambertz-shop.de

https://www.facebook.com/Lambertz.Gruppe






320 Jahre Lambertz – die unvergleichliche Erfolgsgeschichte eines deutschen Familienunternehmens


Die Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz GmbH ist heute Weltmarktführer für Herbst- und Weihnachtsgebäcke und eines der drei führenden Unternehmen für Dauerbackwaren in Deutschland. Zur Lambertz-Gruppe gehören etwa 25 Süßwarenfirmen. Zu den bekannten Marken zählen die Marken Weiss, Haeberlein-Metzger, Kinkartz und Lambertz. Das Produktportfolio reicht von Dominosteinen, Spekulatius und Spitzkuchen bis hin zu Gebäckmischungen und Pralines. Lambertz hat den Anspruch, Tradition, Genuss, Qualität und Vielfalt in seiner Markenwelt zu vereinen.


Geschichte

Als Henry Lambertz am 15. September 1688 die Konzession erhielt, in Aachen ein Backhaus zu eröffnen, hätte er sicher nicht geahnt, dass dies der Start einer unvergleichlichen deutschen Erfolgsgeschichte sein würde. 2008 - nach 320 Jahren - strahlt das „Haus zur Sonne“ als einer der größten deutschen Gebäckhersteller weit über die Grenzen Aachens und Deutschlands hinaus.

Die Grundlage dieses Erfolges war die traditionelle Aachener Printe, die sich schon damals größter Beliebtheit erfreute. 1820 süßte Henry Lambertz IV. den Printenteig mit Zuckersirup und Farinzucker, rollte ihn glatt aus und schnitt ihn in Rechtecke. Die Kräuterprinte war geboren. 50 Jahre später war es wieder ein „Lambertz“, der eine neue Variante des Aachener Traditionsgebäcks entwickelte: Er tauchte eine Printe in Schokolade. Die „Lambertz Schokoprinte“ wurde zum ersten deutschen Gebäck mit Schokoladenüberzug. So wurden nach und nach neue Käuferschichten erschlossen. Auch beim Adel erfreuten sich die Lambertz Produkte immer größerer Beliebtheit. So gelang es dem Unternehmen, zum Hoflieferanten der Regenten von Preußen ebenso wie der nahen Königreiche der Niederlande und Belgier aufzusteigen.


Lambertz unter Dr. Hermann Bühlbecker

Hermann Bühlbecker, ein direkter Nachfahre in neunter Generation, war es schließlich, der 1978 das zwischenzeitlich wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 16 Mio. DM im Alter von 27 Jahren übernahm und grundlegende strategische Veränderungen durchführte. Zunächst erweiterte er das Herbst-/ Weihnachtssortiment bestehend aus Printen und Lebkuchen um so beliebte, klassische Produkte wie Dominosteine oder Spekulatius. Später ergänzte er die Produktpalette um Jahresartikel wie z. B. Gebäckmischungen oder Kleinkuchen. Seit Bühlbeckers Amtsantritt veränderte sich das Sortiment stärker als in den 300 Jahren davor. Dabei legte er jedoch immer großen Wert darauf, die Tradition des Hauses Lambertz zu wahren. Ganz nach dem Motto „Tradition pflegen – Innovation leben“.


In den 90er Jahren schließlich übernahm Lambertz die Firmen Weiss, Kinkartz und Haeberlein-Metzger und wurde zu einem der größten deutschen Gebäckhersteller Deutschlands. Im Jahr 2010 macht das Unternehmen einen Umsatz von 536,3 Mio. EUR und beschäftigt 3.450 Mitarbeiter in 7 Produktionsstätten, eine davon in Polen. Aus dem Nischenanbieter ist der Weltmarktführer im Bereich Herbst-/Weihnachtsgebäck geworden, der in über 40 Länder weltweit exportiert.

In Aachen selbst gehört ein Besuch bei Lambertz für viele in- und ausländische Gäste zum Programm. Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker bekannte einst, dass er beim Namen Aachen an Karl den Großen, Pferde und Printen denke. Und beim letzten Punkt ist man schon wieder bei Lambertz, dessen Weihnachtsgebäck gerne von deutschen Kanzlern als Gastgeschenk bis ins Weiße Haus mitgenommen wird. Auch freuten sich die Staatschefs beim G8 Gipfel 2007 in Deutschland über die Aachener Köstlichkeiten aus dem Hause Lambertz.


Die Marken der Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz GmbH & Co.KG

Lambertz


Die Süßwarenmarke Lambertz steht für eine große Auswahl an qualitativ hochwertigen Gebäcken. Sie zählt zu den ältesten Marken der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Die Produktpalette reicht von Printen, Spekulatius und Dominosteinen über Jahresartikel wie Gebäckmischungen und Kleinkuchen bis hin zum Vital-Gebäck. Viele Mischungen sind auch in wieder verwertbaren Metalldosen mit Sammlercharakter erhältlich. Gegründet hat die Marke Henry Lambertz vor 320 Jahren: Er eröffnete ein Gebäckhaus am Aachener Markt. Der Bäckermeister spezialisierte sich auf Printen. Ursprünglich verstand man darunter kunstvolle Gebäckformen, bei denen es mehr um ihre Gestalt als ihren Geschmack ging. Die Erfindung der Kräuterprinte durch Henry Lambertz IV. änderte das grundlegend. Später entstanden Schokoladenprinten, die dazu beitrugen, dass Lambertz zum Hoflieferanten der Könige von Preußen und Belgien wurde. Eine weitere Innovation der Familie war die Erfindung der Saftprinte. Die Bezeichnung ist patentrechtlich geschützt. Das Warenzeichen des Hauses Lambertz ist die Sonne. Sie erinnert an das 1688 von Lambertz bezogene Gebäude, das Haus der Sonne genannt wurde. Vertrieben werden die Produkte von der Henry Lambertz GmbH & Co.KG. Die Marke Lambertz ist das Herz der Lambertz Gruppe und verzeichnet den größten Umsatzanteil im Bereich der Unternehmensgruppe. Tochterunternehmen des Stammhauses sind der Kuchen- und Schokoladenhersteller Heemann in Ladbergen sowie die Feinbäckerei Otten in Erkelenz.

Kinkartz


Die Süßwarenmarke Kinkartz steht für ein Produktportfolio aus Printen, Dominosteinen und Lebkuchen. Die Produkte sind reine Saisonartikel, die nur im Herbst und in den Vorweihnachtsmonaten erhältlich sind. Das Logo der Marke besteht aus dem Namensschriftzug, dem eine goldene Krone aufsitzt.

Gegründet wurde das Unternehmen 1872 von Bäckermeister Kinkartz in Aachen. Er eröffnete eine Bäckerei an der Hotmannsspief. 1905 wurde der Betrieb zu einer Dauerbackwaren-Fabrik erweitert. Mit dem ersten Kettenbackofen begann die industrielle Produktion von Backwaren. Nach dem 2. Weltkrieg produzierte und verkaufte die Firma erfolgreich die traditionelle Produktpalette der Aachener Lebkuchenspezialitäten. Zur Saisonzeit arbeiteten 150 bis 200 Mitarbeiter für den Gebäckspezialisten. Seit 1960 gehören Backwaren aller Art zum ganzjährigen Standardprogramm. Kinkartz gehört seit 1999 zur Lambertz-Gruppe und erwirtschaftet dort etwa 7 % des Gesamtumsatzes.

Weiss


Die Süßwarenmarke Weiss steht für eine große Auswahl an Lebkuchen und Weihnachtsspezialitäten. Oblatenlebkuchen und Elisenlebkuchen werden seit 50 Jahren unter dem Namen Weissella vertrieben. Zum Produktportfolio von Weiss gehören außerdem Spezialitäten wie Contrella Lebkuchen und Schokoladenkuchen. Hinter Ulmi verbergen sich Lebkuchen, die nach einem traditionellen Ulmer Rezept hergestellt werden. Weitere Lebkuchen-Produkte von Weiss sind Hexenhäuschen und Magenbrot. Bei der Herstellung der Lebkuchen kommen erlesene Rohstoffe aus allen Teilen der Welt zum Einsatz, so z.B. Nüsse aus Kalifornien, Kokos aus Sri Lanka und Feigen aus der Türkei. Weitere Zutaten sind Orangeat und Zitronat, Honig, Mehl, Zucker, Eier, Marzipan sowie Gewürze. Die Zutaten werden nach überlieferten Rezepten verarbeitet. Die Marke gehört zur Max Weiss Lebkuchenfabrik Neu-Ulm GmbH, die 1925 gegründet wurde. Ein Meilenstein in der Firmengeschichte war die Entwicklung eines Streichautomaten zur Herstellung von weichen Oblatenlebkuchen in den 1960ern. 1965 übernahm Weiss die Firma Wolf in Nürnberg – und wird 1994 von der Lambertz-Gruppe selbst übernommen.

Das Unternehmen beschäftigt für sich genommen 600 Mitarbeiter und trägt etwa 18 Prozent zum Gesamtumsatz der Lambertz-Gruppe bei. Weiss ist Marktführer bei süddeutschen Lebkuchen.

Haeberlein-Metzger


Die Marke Haeberlein-Metzger steht für qualitativ hochwertige Lebkuchengebäcke in aufwendigen Schmuck- und Geschenkdosen. Die Oblaten- und Elisen-Lebkuchen haben eine lange Tradition. Die Geschichte der Marke lässt sich bis 1492 zurückverfolgen: Aus Kirchenbüchern geht hervor, dass ein Lebküchner namens Junkmann von der Äeußeren Laufer Gasse als der erste nachweisbare Vorgänger der späteren Firma Heinrich Haeberlein gelten muss. Nur zwölf Meister durften im alten Nürnberg Lebkuchen herstellen. 1864 ging die Lebkuchenbäckerei in der Laufer Gasse an Heinrich Haeberlein über. Die Linie Metzger wurde erstmals im Jahre 1586 erwähnt. Ein Geselle namens Hans Baum ließ sich in dieser Zeit in Nürnberg nieder und bekam das Recht zur Ausübung des Lebküchnergewerbes. Ein Inserat aus dem Jahre 1816 dokumentiert erstmals das Bestehen der Firma Metzger. 1920 schlossen sich die Firmen zusammen und brachten nach den überlieferten Rezepten ”Feinste Haeberlein-Metzger Lebkuchen“ auf den Markt. An der Markenphilosophie von Qualität und Tradition hat sich bis heute nichts geändert. Kennzeichnend für Haeberlein-Metzger sind die aufwendigen Truhen und Schmuckdosen, welche größtenteils mit historischen und nostalgischen Motiven gestaltet und mit Lebkuchenspezialitäten gefüllt sind. 1999 wurde Haeberlein-Metzger von der Lambertz-Gruppe übernommen.

 

 


Zu Bookmarking-Diensten hinzufügen:
| |