edding
Produkt: edding Permanentmarker No.1
Entstehungsjahr: 1960
Unternehmen: edding AG, Ahrensburg
www.edding.de
Vom Markermacher zum Markenmacher!
1960: Mit einem Startkapital von 1.000 Mark legen die beiden Schulfreunde Carl-Wilhelm Edding und Volker Detlef Ledermann 1960 den Grundstein für den internationalen Erfolg der Marke edding. Von zwei Kellerräumen im Hamburger Stadtteil Barmbek aus, vertreiben sie zunächst einen aus Japan importierten Filzstift namens „lion-quick-liner“. Schon kurz nachdem dieses Produkt erfolgreich in Deutschland eingeführt wurde, entschließen sich die beiden Jungunternehmer für den Vertrieb eines Filzmarkers unter eigenem Markenzeichen. Das ist die Geburtsstunde des ersten, legendären edding Allround-Marker NO.1, der zu einem Vorbild für Generationen von Markern wird.
1965: Gründung der Marke planMaster (heute Legamaster) mit Produkten für Planung und visuelle Kommunikation.
1970: Vom Keller zieht es die Gründer in Räumlichkeiten am Hamburger Hafen. Lageristen und Speditionen nutzen die Marker, aber auch der Bürobedarfshandel wird auf die Produkte der beiden jungen Männer aufmerksam. Der Erfolg hat Folgen: edding benötigt größere Räumlichkeiten und zieht von Hamburg ins benachbarte Ahrensburg.
1986: edding geht an die Börse. Die Bezugsfrist der stimmrechtslosen Vorzugsaktien lief vom 22. bis 24. Oktober 1986 wurde jedoch wegen Überzeichnung bereits am 22. Oktober geschlossen. Im gleichen Jahr wird die edding Vertrieb GmbH als Vertriebs- und Logistikzentrum für den deutschen Markt gegründet. Bis heute ist ihr Sitz in Wunstorf bei Hannover.
1987: Schon früh ist es für edding wichtig, sich nicht nur in Deutschland, sondern auch international durchzusetzen und in ausgewählten Märkten zu wachsen. Um die internationale Ausrichtung konsequent zu verfolgen, werden zahlreiche Tochtergesellschaften gegründet. Inzwischen hat edding auf der ganzen Welt Niederlassungen und Vertriebspartner. Die Produkte werden in ca. 70 Ländern der Erde verkauft.
1990: Ein neues Verwaltungsgebäude in Ahrensburg wird eingeweiht. Auf dem 21.000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht neben dem modernen, lichtdurchfluteten Bürohaus ein leistungsfähiges Hochregallager mit 6.000 Palettenplätzen.
1992: Im sächsischen Bautzen eröffnet das Unternehmen eine neue Produktionsstätte. In dem hochmodernen Werk werden jährlich 60 Millionen edding-Produkte gefertigt. edding ist bereits seit einigen Jahren Gattungsbegriff für permanente Marker. Das Unternehmen genießt einen guten Ruf in der Industrie, da es für viele Spezialgebiete Marker anbieten kann. Dazu gehören Reifen-, Fugen-, Röntgen- und Hautmarker. Die Markierungen mit einem edding müssen auch dort halten, wo es heiß, feucht oder fettig ist.
1995: edding-Vorstand Volker D. Ledermann wird mit dem renommierten B.A.U.M Umweltpreis für sein aktives Engagement im Umweltschutz ausgezeichnet.
1998: edding übernimmt die Gesellschaftsanteile der holländischen LEGA Industrie B.V. und gründet in den Niederlanden die edding Lega International B.V., sowie in Belgien die edding Lega International B.V.
Im folgenden Jahr werden die Sortimente von planMASTER und Lega zusammengelegt. Mit diesem Schritt entsteht die neue Marke Legamaster.
2000: edding expandiert weiter ins Ausland. Es werden Tochterunternehmen in Italien, Griechenland und Argentinien gegründet. Im Jahr darauf folgen Gründungen in der Türkei und Frankreich.
2005: Am 1. Januar 2005 rückt mit Per Ledermann die nächste Generation in die operative Verantwortung des traditionsreichen Unternehmens. Als Vorstandsmitglied führt der Sohn von Volker Detlef Ledermann das erfolgreiche Werk seines Vaters fort.
2007: Bundeswirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement zeichnet edding mit dem „Top Job“-Gütesiegel aus. Damit gehört das Unternehmen zu den 100 besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand. Clement würdigt in seiner Laudatio die Verdienste des Marker-Marktführers in den Bereichen „Führung und Vision“, „Motivation und Dynamik“, „Kultur und Kommunikation“, „Mitarbeiterentwicklung und Perspektive“, „Familien- und Sozialorientierung“ sowie „internes Unternehmertum“.
2008: 990 Solarmodule auf dem Dach der Produktion in Bautzen produzieren emissionsfreien Strom. Die 7.000 Quadratmeter große Fotovoltaik-Anlage erzeugt pro Jahr rund 160.000 Kilowatt-Stunden Solarstrom und verhindert jährlich die Entstehung von 140.275 kg CO2 aus konventioneller Stromerzeugung. Für die edding AG ist es bereits die zweite Solar-Anlage: Seit Oktober 2007 erzeugen Solarmodule auf dem Dach der Ahrensburger Konzernzentrale Strom.
edding lässt seine drei Standorte in Deutschland nach der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 sowie dem international anerkannten Standard für Arbeits- und Gesundheitsschutz OHSAS 18001 prüfen und zertifizieren.
Für seine hervorragende strategische Orientierung wird edding von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaften Deloitte mit dem Axia-Award für den Mittelstand ausgezeichnet. Die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Egbert Kahle (Universität Lüneburg) hat u. a. überzeugt, dass neben einer klaren Gewinnorientierung bei edding auch soziale Verantwortung und Umweltorientierung im Vordergrund stehen.
2009: edding gelingt es den Anteil des recycelten Materials seiner EcoLine-Serie zu steigern: Bestanden die Permanent- und Boardmarker der Serie bislang zu mindestens 80 Prozent aus recyceltem Material, so bestehen sie ab Januar 2010 insgesamt zu mindestens 90 Prozent aus recyceltem Material.
2010: Seit 50 Jahren schreibt edding inzwischen Geschichte. Aus dem 2-Mann-Betrieb ist inzwischen ein weltweit agierendes Unternehmen mit 600 Mitarbeitern und einem Konzernumsatz von 113,9 Millionen Euro (2008) geworden. Der Familienname edding ist heute das Synonym für Marker schlechthin.
Für das Jubiläumsjahr hat edding etliche Neuheiten im Programm, schließlich will das Unternehmen auch morgen noch immer und überall Geschichte schreiben. Dazu zählt unter anderem die neue art series, die von jungen Street Art-Künstlern gestaltet wurden. Außerdem soll eine neue edding Sub-Brand die Muttermarke in Richtung Kinder erweitern. Bei der Entwicklung des neuen Kinder-Konzeptes Funtastics ist der Markerspezialist seiner Kernkompetenz treu geblieben und hat sich auf farbenfrohe, für Kinderhände passend geformte Filzstifte und Marker „made in Germany“ fokussiert. Und weil edding bekanntermaßen mehr als nur ein Stift ist, wird das Sortiment durch drei fantasievolle Sets abgerundet, die Kinder ab 6 Jahren zum kreativen Aus- und vor allem Weitermalen animieren sollen. Das Sortiment kommt im Mai 2010 in den Handel.
Darüber hinaus wird die edding EcoLine um zwei Textmarker mit einem Tintenfarbstoff auf natürlicher Basis erweitert. Dieser schont die Ressourcen, da zur Herstellung keine begrenzten Rohstoffe wie z. B. Erdöl verwendet werden. Kappe und Schaft der Highlighter bestehen zu mindestens 70 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen.
Mit Blick nach vorn dreht edding das Rad der Geschichte quasi wieder zurück. Als eddings Konzernmarke planMASTER 1998 durch den Zukauf der niederländischen Firma Lega zur Marke Legamaster verschmolz, agierten die Spezialisten für visuelle Kommunikation erst in eigenständiger Rechtsform, bevor sie als Geschäftsbereich bei edding integriert wurden. Im Zeitalter moderner Präsentationstechniken und interaktiver Computertechnologie passt Legamaster mit seinen beratungsintensiven High-Tech-Produkten nicht mehr zu den traditionellen Markern und Stiften. Mit der formalen Abspaltung in eine GmbH zieht edding nun die Konsequenzen aus den unterschiedlichen Geschäftsfeldern und Vertriebsstrukturen.
