
Milka Tafel von 1901


Portrait Philippe Suchard (1797-1884)


Milka Tafel von 1909


Philippe Suchard Fabrik


Milka Tafel von 1922


Milka Tafel von 1960


Milka Tafel von 1988


Milka Anzeige “It's coolman-Kampagne“ von 1994


Milka Tafel von 1999

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Milka
Produkt: Süßwaren Entstehungsjahr: 1901 Unternehmen: Kraft Foods Deutschland GmbH, Bremen www.milka.de
Die zarteste Versuchung seit es Schokolade gibt
Gründerjahre
Wir schreiben das Jahr 1797: am 9. Oktober wird Philippe Suchard im Schweizer Boudry geboren. Im September 1814 beginnt er in der Berner Confiserie seines Bruders Frédéric eine Lehre als Zuckerbäcker und erfüllt sich im Mai 1824 einen großen Traum; Philippe Suchard begibt sich auf die weite Reise in das große Amerika.
Die Schweizer Uhren und Stickereien, die sich in seinem Handgepäck befinden, sollen ihn zu einem erfolgreichen Geschäftsmann werden lassen. Doch wie so oft im Leben kommt es anders und er kann seine Waren nicht mit dem erwünschten Erfolg verkaufen. Des einen Leid des anderen Freud´, denn wer weiß, ob Philippe Suchard als erfolgreicher Kaufmann jemals wieder nach Europa zurückgekehrt wäre. So aber versucht er einen zweiten Anlauf in seiner Heimat, der ihm und allen Schokoladen-Fans endgültig Glück bringen soll ...
Feine Hausgemachte Schokolade
Am 17. November 1825 eröffnet Philippe Suchard seine eigene Confiserie in Neuenburg. In einer Anzeige wirbt er für ein neuartiges, frisches Dessert, die "au chocolat fin de sa fabrique", was zu deutsch "feine hausgemachte Schokolade" bedeutet. Wie er diese Schokolade in seiner Zuckerbäckerei herstellte, ist leider nicht genau bekannt. Vermutlich wurde jedoch alles in reiner Handarbeit gefertigt, da zu dieser Zeit noch keine "Wasserkraft" in Neuenburg zur Verfügung stand. Bereits ein Jahr nach Eröffnung seiner Confiserie setzte Philippe Suchard ein weiteres Projekt in die Tat um.
Damit er die Schokolade nicht mehr "per Hand" in der Zuckerbäckerei herstellen musste, entschloss er sich, zu expandieren. So bezog er 1826 im benachbarten Dörfchen Serriéres eine leer stehende Mühle, die er samt Wasserrechten zu einem günstigen Preis mieten konnte. Um in Zukunft nicht mehr ausschließlich auf die Handarbeit angewiesen zu sein, konstruierte er ein Wasserrad, das ihm als Knet- bzw. Stampfmaschine mit zwei mächtigen Mahlsteinen zur Verfügung stand. Mit Hilfe dieser "Maschine" war Suchard in der Lage, ca. 25 - 30kg Schokolade pro Tag herzustellen, die er zunächst in Form von Tafeln oder Napolitains verkaufte.
Die Suchard-Milchschokolade
Der Schokolade (Trinkschokolade ausgenommen) wurde zu diesem Zeitpunkt noch keine Milch beigemischt, so dass sie eher eine dunkle, herbe Schleckerei war. Erst in den 1890er Jahren wurde die Suchard-Milchschokolade vorgestellt. Elf Jahre später erblickt die "Lila-Legende" das Licht der Welt; im Jahre 1901 wird der Markenname "Milka" registriert. Seit der Entstehung befindet sich die Milka Tafel in einem lila Umschlag und wird mit einer Kuh samt Alpenpanorama verziert. Und wenn Sie schon immer wissen wollten, was der Name Milka denn nun eigentlich bedeutet, hier die Auflösung: Milch + Kakao, abgekürzt "Milka"!
Pionier Philippe Suchard konnte diese Sternstunde seines Unternehmens leider nicht mehr miterleben, da er im Jahre 1884 verstarb. Was er aber seinen vier Kindern hinterließ, war mittlerweile eine Schokoladen-Fabrikation von hohem Rang, die bis zum heutigen Tage viele weitere leckere Schokoladen-Produkte herstellt.
Milka Schokolade – die Marke und Ihre Entstehung
Bereits die erste Verpackung der Milka Schokolade 1901 war lila und wurde von einer damals noch schwarz–weißen Kuh in den Alpen geziert. Aber warum ausgerechnet eine Kuh? Die Kuh verkörpert so gut wie kein anderes Tier die Heimat und Besonderheit der Marke Milka: die Alpenwelt und die Alpenmilch. Und wie wurde die Kuh lila? Inspiriert von dem Motto „Mache das Fremde vertraut, verfremde das Vertraute“ färbte Milka nicht nur die Verpackung, sondern auch den Webeträger – die Kuh – lila ein, um auf die Schokolade aufmerksam zu machen.
Nachdem in der ersten Printwerbekampagne noch viele andere Gegenstände wie Tannenbäume und Ballons lila waren, wurde später nur die Lila Kuh übernommen. Sie passt gut zur Marke und verkörpert Emotionen wie Sanftheit und Zärtlichkeit. „In den Alpen ist die Luft reiner, das Wasser klarer und das Gras grüner. Deshalb geben die Kühe bessere Milch. Bessere Milch gibt bessere, zartere Schokolade." Diese Aussage ist der Wegbereiter für die Lila Kuh in den Alpen und seitdem prägt sie die Werbung für Milka.
Im Jahr 1973 erscheint der erste Milka Werbespot mit der Lila Kuh, wofür die Agentur Young & Rubicam eine Gold- Auszeichnung vom Art Directors Club erhält.Seit 1973 spielte die Milka Lila Kuh in rund 110 TV-Spots die Hauptrolle und aus der Kuh wurde Ku(h)lt.
1908 Der Markenname MILKA tritt immer deutlicher in den Vordergrund.
1922 Hier tritt die berühmte Kuh in menschlicher Begleitung auf.
1960 Der Schriftzug MILKA erscheint in weiß auf lila Grund.
1972 entwickelte Young & Rubicam die MILKA Kuh, 1973 wurde sie zentrale Werbefigur für MILKA.
1988 Der MILKA Schriftzug, die MILKA Kuh und die Alpenlandschaft dominieren die Verpackung.
1994 Wer kennt sie nicht: Die “It´s cool man-Kampagne”.
2001 MILKA wird 100 Jahre.
2003 Die Milka Kuh wird 30 Jahre.
Die Lila Kuh heute
Seit den 90er Jahren ist die Kuh auf den Verpackungen immer gleich zu sehen: eine einzelne Kuh der Simmenthaler Rasse wird von links mit leicht geneigtem Kopf und jeweils festgelegtem Schriftzug und Flecken abgebildet.
Heute steht die Lila Kuh für eine Markenidentifikation mit allen Milka Produkten. Außerdem ist sie seit jeher eine der erfolgreichsten Werbefiguren und fest in der heutigen Gesellschaft etabliert. 1995 sollten in Bayern 40.000 Kinder bei einem Wettbewerb eine Kuh ausmalen, woraufhin jedes dritte Kind die Farbe lila auswählte. Die Milka Lila Kuh ist ein Symbol für Qualität und gilt als sympathisch, glaubwürdig, gutmütig und geduldig. Sie hat inzwischen treue Fans auf der ganzen Welt.
Die Lila Kuh trägt viel dazu bei, dass Milka jedes Jahr ca. 400 Millionen Tafeln Schokolade, etwa 30 Millionen Osterhasen und Weihnachtsmänner und vieles mehr aus der zarten Milka Alpenmilchschokolade verkauft.
2007 Alle Milka 100g Tafeln sind in der neuen, praktischen Folienpackung erhältlich.
Die neue Packung kann bis zu 5 mal wiederverschlossen werden und bietet dadurch längeren Genuss als jemals zuvor.

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