
Zentrale in Berlin um 1907


Logo von 1911


Eigenmarken ca.1915


EDEKA Laden von 1927


Die kluge Hausfrau von 1928 und 1959


Plakat von 1947 - 40 Jahre EDEKA


Werbeplakat von 1950


Streichholzschachteln aus den 1960er


Aufsteller von ca. 1980


Abbinder von 2005

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EDEKA Produkt: Supermärkte, SB-Warenhäuser, Discount Entstehungsjahr: 1907 Unternehmen: EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG, Hamburg www.edeka.de
EDEKA – die Geschichte einer Marke
Sie genießt das Vertrauen von vielen Millionen Verbrauchern. Wie ein Familienmitglied gehört sie zu ihrem Alltag und begleitet sie durchs Leben. Immer mit dem Anspruch, ein attraktiver und verlässlicher Partner zu sein. Die Marke EDEKA - im Jahr 2007 feiert sie ihr 100-jähriges Jubiläum.
Jeder Weg hat einen Anfang und ein Ziel, jedes Unternehmen eine Tradition und Visionen. Woher kommt die Marke EDEKA und was macht sie so stark, dass sie bittere Wirtschaftskrisen und zwei Weltkriege überstehen konnte? Heute ist sie so bekannt und beliebt wie nie zuvor. Damit verfügt sie über beste Voraussetzungen, auch in Zukunft äußerst erfolgreich zu bestehen.
Rückblick... Es war ein Kaufmann aus Berlin, der das Prinzip EDEKA erfand: Fritz Borrmann schuf 1898 gemeinsam mit 20 weiteren Kaufleuten die erste regionale „Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin“ – kurz E.d.K. Die erste Zwischenbilanz fiel durchaus stattlich aus: 715 Goldmark Umsatz buchten die 21 Mitglieder in den ersten sechs Wochen. Für Fritz Borrmann Ermunterung, seinen Weg zielstrebig und energisch weiter zu verfolgen. Am 21. Oktober 1907 gründet er gemeinsam mit Dr. Karl Biller den „Verband deutscher kaufmännischer Genossenschaften e.V.“ - einen Zusammenschluss von insgesamt 23 Einkaufsgenossenschaften. Ihr ungeschriebenes und ebenso einfaches wie überzeugendes Motto: „Gemeinsam sind wir stark.“ Gut einen Monat später, am 25. November 1907 trafen die Verbandsgründer erneut zusammen und riefen die „Zentraleinkaufsgenossenschaft des Verbandes deutscher kaufmännischer Genossenschaften eGmbH“ ins Leben. Das Startkapital belief sich auf 800 Mark – und wohl keiner der Unterzeichner ahnte, dass daraus einmal die heutige EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG werden könnte.
Vorausschauend waren diese Kaufleute aus Leidenschaft trotzdem. Ihre Ideen und Aktivitäten prägen die EDEKA-Gruppe. Die 1908 gegründete „Deutsche Handels-Rundschau“ war alsbald das wichtigste Kommunikationsmedium der Händler. Drei Jahre später, im Jahr 1911, übernahmen Verband und Zentrale die Rechte an dem Wort- und Bildzeichen „E.d.K.“. Damit war der Weg für ein einheitliches Werbe- und Warenzeichen der EDEKA-Gruppe geebnet. Ebenfalls 1911 brachten die EDEKA-Kaufleute die ersten Eigenmarken auf den Markt. Ein cleverer Schachzug, um unabhängiger von den großen Markenartiklern zu agieren und um Kunden an sich zu binden. Bereits 1925 bietet EDEKA 25 Eigenmarken an, darunter Kakao, Malzkaffee, Tafelsalz und Haferflocken, aber auch Kernseife, Kerzen und Bohnerwachs.
Im Jahr 1914 unterstützte die Edeka-Gruppe ihre Kaufleute durch die Gründung einer eigenen Genossenschaftsbank eGmbH. Der Erste Weltkrieg war inzwischen ausgebrochen. Welche etablierte Bank hätte einem Kaufmann in dieser Situation wohl Geld für sein Geschäft geliehen? Keine! Die Genossenschaftsbank tat es, riskierte alles und sicherte damit das Geschäft. Um dem Nachwuchs zu einem Sparvertrag zu verhelfen und so die Gründung eigener Geschäfte zu ermöglichen, schuf die EDEKA-Gruppe 1930 eigens die „Spar- und Arbeitsgemeinschaft der Jungkaufleute des deutschen Kolonialwaren- und Feinkosteinzelhandels“.
1935 bestand die EDEKA-Gruppe bereits aus 525 Genossenschaften mit insgesamt 45.000 Mitgliedern. Mit dem Ende des 2. Weltkrieges 1945 boten die Kaufleute im zerbombten Deutschland ihre Waren in Kellern und Häuserruinen an. Nur 120 Genossenschaften blieben in den Westzonen übrig. Für sie wurde Hamburg zur Hauptgeschäftsstelle.
Was später folgte, haben viele EDEKA-Kunden selbst verfolgen können. Aus Amerika wird 1954 ein neuer Einkaufstrend nach Deutschland importiert: Selbstbedienung! Kunden nehmen sich fertig verpackte Ware selbst aus den Regalen. Blitzschnell passt sich EDEKA diesem Wandel an, schafft 150 Vorverpackungsmaschinen an und stellt sie den Genossenschaften zur Verfügung. Die EDEKA-Zeitschrift „Die kluge Hausfrau“ hilft Kunden dabei, sich auf diese moderne Art des Einkaufs einzustellen.
Eine neue Zeit bricht an. Die Menschen entdecken den Genuss. Immer stärker kommt es darauf an, welche Waren wie präsentiert werden. EDEKA erkennt als erste Handelsgruppe die Vorzüge der Tiefkühlkost und führt sie 1955 flächendeckend in allen Regionen ein. In Bochum wird im selben Jahr das erste Fruchtkontor eröffnet. Es findet so großen Anklang, dass umgehend weitere Kontore in Hamburg, Frankfurt und München errichtet werden.
1963 ist das Jahr der Frische, denn nach frischen Backwaren und Molkereiprodukten führt EDEKA die ersten Frischfleischmärkte ein.
So sehr Kunden diese neuen Waren-Präsentationen auch schätzen – in den 1970er Jahren müssen sie knausern. Der Ölschock lähmt die Wirtschaft, Arbeitslosigkeit grassiert. EDEKA wirbt bei seinen Kunden um Sympathie und engagiert Showmaster Rudi Carrell als Werbefigur: „Vom laufenden Band“ an die EDEKA-Kasse...
Im Jahr 1983 beginnt die warenwirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Bielefelder AVA AG, die heute – unter dem Namen Marktkauf – eine 100-prozentige EDEKA-Tochter ist.
Immer wieder beweist die EDEKA-Gruppe das notwendige Gespür, um wirtschaftliche schwierige Zeiten zu meistern. Einem strategisch wichtigen „Coup“ gelang EDEKA im Jahr 2005: Der Beitritt zur internationalen Einkaufsallianz Alidis, an der Seite der französischen ITM Entreprises-Gruppe (Intermarché) und der Eroski Gruppe aus Spanien, stärkte die Position der EDEKA-Gruppe auf europäischer Ebene deutlich. Im eigenen Land konnte durch die Übernahme der Spar Handels AG und den Einstieg in das wachsende Discount-Segment über die Akquisition von Netto Marken-Discount und die 25-prozentige Finanzbeteiligung an NETTO Stavenhagen der Marktanteil erheblich ausgebaut werden. Im gleichen Jahr setzte die EDEKA-Gruppe mit ihrer neuen Imagekampagne einen bewussten Kontrapunkt gegen die Geiz-ist-geil-Bewegung der vergangenen Jahre. Mit dem emotionalen Bekenntnis „Wir lieben Lebensmittel“ gelingt es, EDEKA auf sympathische Weise als Händlermarke zu positionieren und eine klare Abgrenzung zu den Mitbewerbern zu erzielen.
Heute ist die EDEKA-Gruppe mit einem Umsatz von mehr als 38 Mrd. Euro, 250.000 Mitarbeitern und einem Vertriebsnetz von rund 11.000 Märkten die unangefochtene Nummer 1 im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Mit den drei Vertriebsschienen Supermarkt, SB-Warenhaus und Discount ist EDEKA schlagkräftig aufgestellt. Kerngeschäftsfeld der Gruppe bleibt das von selbstständigen EDEKA-Unternehmern geführte Supermarkt-Geschäft. Aus Frankreich, Polen, Österreich, Russland und Tschechien hat sich die Unternehmensgruppe in den vergangenen Jahren bereits zurückgezogen – die volle Konzentration gilt dem deutschen Markt. Im einzig verbliebenen Auslandsmarkt, Dänemark, kooperiert die Gruppe seit 2004 erfolgreich mit der norwegischen Reitan Gruppe, die in Skandinavien ein führender Player ist. Damit ist die EDEKA-Gruppe bestens gerüstet, um auch in Zukunft im harten Wettbewerb bestehen zu können.

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